„Raum“ ist interessant, manchmal sogar kniffelig. Der Film ist einfühlsam und unter einigem Unbehagen, das der Zuschauer von Mal zu Mal bekommt, hoffnungsvoll lebensecht.

Die in dem Film dargestellte dramatische Grundsituation mit Entführung, Gefangenschaft und über Jahre fortgesetztem Missbrauch erinnert an reale Fälle wie jenen von Natascha Kampusch in Niederösterreich. Den Machern von „Raum“ geht es dabei nicht in erster Linie um das Leben mit dem Grauen.

Filme im Schloß, kurzgefasst

Filmvorführung: „Raum“ im original “Room“
Wann: Dienstag, 21. Auguts 2018, 20:00 Uhr
Wo: Deutsche Film- und Medienbewertung, Schloß Biebrich ,  Rheingaustraße 140, 65203 Wiesbaden
Eintritt: 5,00 Euro

Vorbestellungen sind unter www.filme-im-schloss.de, E-Mail info@filme-im-schloss.de sowie Telefon (0611) 840766 und 313641 möglich.

Die 24-jährige Joy Newsome lebt mit ihrem 5-jährigen Sohn Jack in einem neun Quadratmeter großen Schuppen, den sie Raum nennen. Er beinhaltet ein Bett, eine Toilette, eine Badewanne, einen kleinen Tisch mit Stühlen und eine rudimentäre Küche. Dort erschafft die Mutter für ihr Kind einen Gegenentwurf zu ihrem persönlichen Albtraum. Joy gelingt es, ihre Hilflosigkeit zu überspielen und hält Jack so weit wie möglich fern von der schrecklichen Realität. So entdecken die Zuschauer gemeinsam mit dem Jungen die unendliche, ungeahnte Möglichkeiten eines kargen Raums.

„Raum“, ausgezeichnet

Der Film des irischen Regisseurs Lenny Abrahamson erzählt eine dramatische Geschichte, die nicht zuletzt durch den Fall Kampusch allgegenwärtig ist. Die Hauptdarstellerin Brie Larson wurde für die Rolle der Mutter vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Oscar, dem Golden Globe und dem Britischen Akademiepreis. Die FAZ nannte den Film ein atemberaubendes und meisterhaft gespieltes Psychodrama. In Deutschland erhielt der Film das FBW-Prädikat Besonders wertvoll. Es läuft die Originalfassung mit Untertiteln.

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