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Erstklässler unterwegs: Tipps für den Schulweg

Mit dem Schulstart beginnt für viele Kinder der erste tägliche Weg ohne Eltern. Der ADAC rät Familien, die Strecke rechtzeitig gemeinsam zu üben und Gefahrenstellen zu erkennen. Auch Autofahrer sollten jetzt besonders aufmerksam sein – vor allem vor Schulen, Zebrastreifen und Bushaltestellen.

Volker Watschounek 2 Wochen vor 0

Wiesbaden lebt gibt Tipps: Eltern sollen den Schulweg mit Kindern üben, um Sicherheit und Selbstständigkeit zu fördern.

Wenn am 10. August rund 1200 Grundschulen in Hessen ihre Türen öffnen, beginnt für viele Kinder ein neuer Alltag – und damit auch der erste eigene Schulweg. Wiesbaden lebt hat den ADAC gefragt, was jetzt wichtig ist: Der Automobilclub mahnt zur Vorbereitung. „Schnell bedeutet nicht immer sicher“, sagt Verkehrsexperte Alexandro Melus. Eltern sollten den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern erkunden und Gefahrenstellen frühzeitig erkennen.

Zebrastreifen, Kreuzungen und Ampeln verlangen Aufmerksamkeit. Wer unsichere Abschnitte entdeckt, sollte lieber einen längeren, aber sicheren Weg wählen. Denn Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger. Sie müssen lernen, Situationen einzuschätzen und Regeln anzuwenden.

Sicherheit durch Routine und Vorbild

Der Schulweg wird erst durch Wiederholung vertraut. Eltern sollten ihn so oft mit ihren Kindern gehen, bis diese ihn allein bewältigen können. Hilfreich ist ein Perspektivwechsel: Kinder erklären ihren Eltern den Weg und zeigen, was sie gelernt haben. In den ersten Wochen bleibt Begleitung dennoch sinnvoll.

Auch Bus und Bahn gehören zum Schulweg vieler Kinder. „Wichtig ist, genug Zeit einzuplanen, damit das Kind nicht in Stress gerät“, betont Melus. Hektik erhöht das Risiko im Straßenverkehr.

Gefahren im Straßenverkehr

Kinder sehen und handeln anders als Erwachsene. Ihre geringe Körpergröße erschwert die Übersicht, parkende Autos verdecken oft die Sicht. „Autofahrer müssen auf plötzliche Bewegungen vorbereitet sein“, warnt Melus. Besonders an Bushaltestellen und vor Schulen gilt erhöhte Vorsicht.

Problematisch bleibt auch der zunehmende Verkehr durch sogenannte Elterntaxis. Sie schaffen oft unübersichtliche Situationen und erhöhen die Unfallgefahr. Die Verkehrsexperten vom ADAC raten, Kinder nur ausnahmsweise mit dem Auto zu bringen – und wenn, dann mit Abstand zur Schule.

Foto oben © 2023 Veranstalter 

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Erstveröffentlichung: 04.08.2026
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