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Der Integrationspreis 2023 geht an das Caritas Ukraine-Hilfe-Zentrum 

Der Integrationspreis 2023 der Landeshauptstadt Wiesbaden ist am Mittwochabend im Festsaal des Neuen Rathausees an das Caritas Ukraine-Hilfe-Zentrum verliehen worden. Die Laudatio hat Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende gehalten.

Volker Watschounek 1 Monat vor 0

Der Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V. berät und unterstützt Menschen beim ihrem Neuanfang in Wiesbaden. Dass die Menschen sich helfen lassen, ist dabei eine Grundvoraussetzung.

Der Integrationspreis 2023 geht an das Ukraine-Hilfe-Zentrum vom Caritasverband im Roncalli Haus. In Anbetracht der aktuellen Weltlage in der Ukraine und in Israel betonte Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr die Bedeutung des Preises, die Bedeutung von Integration. Es gehe darum zu verbinden und nicht um zu spalten. Obermayr erinnerte an dem 24. Februar 2022, an die erste Mahnwache auf dem Dern’schen Gelände. Da brach ein Krieg und überall haben Menschen diese schwer vorstellbaren Bilder gesehen, Bilder von Trümmern, von kaputten Häusern – und es kamen ganz viele Menschen auf uns zu. Was kommt jetzt? Wie können wir helfen? Und eben jetzt richtete der Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V. im Roncalli-Haus in der Friedrichstraße das Ukraine-Hilfe-Zentrum ein. Und sie dem wurden dort hunderte Menschen aus der Ukraine beraten und betreut. Enger Kooperationspartner und Unterstützer der Caritas ist die Jüdische Gemeinde. Zu den weiteren Unterstützen gehören die Barmer Krankenkasse, die Jugendkirche Kana und das Hessische Staatstheater.

Die Betroffenen von Krieg und Verfolgung nicht allein lassen – das ist gelebte Solidarität und entspricht dem Wiesbadener Geist für Weltoffenheit und Zugewandtheit, vor allen Dingen in den dunklen Stunden.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

In seiner Laudatio lobte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende die Verdienste vom Caritasverband und der jüdischen Gemeinde in Wiesbaden, die mit ihren vielen ehrenamtlichen Unterstützern bereits vier Wochen nach Kriegsbeginn, ganz in der Tradition des Christlich-Jüdischen Geistes, das Ukraine-Hilfe-Zentrum im Roncallihaus ins Leben gerufen. Und hierdurch den zahlreichen Geflüchteten – Frauen, Kindern, Familien, Älteren, die auf ihrer Flucht vor den Kampfhandlungen ihren Weg nach Wiesbaden fanden – eine erste Anlaufstation zur Orientierung in unserer Stadt geboten. Eine Orientierung zum Ankommen im hiesigen Alltag mit all seinen Herausforderungen, insbesondere für traumatisierte Menschen, die nahezu alles verloren haben.

Mende sagte, dass alleine im vergangenen Jahr über 800 Menschen den Weg in die Beratungsstelle in der Friedrichstraße gefunden haben. Und das mit der Hilfe von mehr 30 Ehrenamtlichen der Jüdischen Gemeinde diese Menschen zeitnah und niedrigschwellig mit den ersten wichtigen Informationen versorgt werden konnten. Aber nicht nur das. Mit zahlreichen Kooperationspartnern hätte das Ukraine-Hilfe-Zentrum den Menschen Angebote gemacht, die diese in ihrer Not und Verzweiflung ein Stück Alltag und Normalität – soweit man hier überhaupt von Normalität sprechen kann – geboten hätten. Was Sie alle in der zurückliegenden Zeit geleistet haben, ist nahezu einzigartig und ich empfinde größte Hochachtung für Ihr Engagement.

Wiesbaden ist eine Stadt der Vielfalt und eine Stadt des friedlichen Miteinanders. Auch wenn die Welt um uns oft aus den Fugen scheint, dürfen wir uns in dieser Haltung nicht beirren lassen. Davon lebt das demokratische Miteinander: Wertschätzung, Dialogbereitschaft und die Fähigkeit, miteinander Kompromisse und gangbare Wege zu entwickeln.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Zuwanderung und die damit verbundene notwendige Integration sind laut Oberbürgermeister Mende dynamische Prozesse und oft nicht planbar. Beherztes zivilgesellschaftliches Engagement ist hier unverzichtbar. Aber auch für uns als Verwaltung ist es eine große Herausforderung. Die Unterbringung von Geflüchteten ist eine enorm große, weiter wachsende Aufgabe, die in Wiesbaden seit dem russischen Überfall auf die Ukraine von der Verwaltung und mit Unterstützung vieler Privater mit Bravour gelöst worden ist. Wir mussten, anders als viele andere Kommunen, nur über einen kurzen Zeitraum eine Turnhalle belegen. Die Arbeit des Amtes für Zuwanderung und Integration, des Sozialleistungs- und Jobcenters, des Amts für Soziale Arbeit, der Kitas, der Schulen und der vielen Partner in Wirtschaft und Zivilgesellschaft waren vorbildlich, sagte Mende.

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Der Oberbürgermeister bedankte sich ausdrücklich für das Engagement und die geleistete Arbeit: Liebe Aktive im Ukraine-Hilfe-Zentrum, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer und alle, die in den vergangenen eineinhalb Jahren sich so sehr engagiert haben: Sie sind ein leuchtendes Beispiel für die hiesige Zivilgesellschaft und wir sind dankbar und froh, dass es solch engagierte Menschen wie sie alle gibt.

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.