Auch wenn es derzeit keinen Impfstoff gegen COVID-19 gibt. Mit den Impfwochen schärft das Hessische Sozialministerium das Bewusstsein der Bürger nicht zuletzt zum Schutz vulnerabler Gruppen.

Die Zahl der positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getesteten und an COVID-19 erkrankten Menschen steigt in Hessen weiter moderat an. Diese Entwicklung sendet zwar positive Signale, sollte den Blick für den Ernst der Lage allerdings nicht trüben, besonders im Hinblick auf die nun eingeführten Lockerungen im Einzelhandel. „Die Lockerung der Einschränkungen heißt nicht, dass die Bedrohung durch das Virus vorbei ist – im Gegenteil: Wenn wir jetzt leichtsinnig werden, gefährden wir unsere gemeinsamen Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie, die nur durch die Kontaktverbote und drastischen Maßnahmen erreicht werden konnten“, betont der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, nachdrücklich.

„Wenn wir jetzt leichtsinnig werden, gefährden wir unsere gemeinsamen Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie.“   Sozial- und Integrationsminister Kai Klose

Die Zahl der bestätigten Infektionen ist hessenweit, Stand 21. April, 14:00 Uhr, auf 7305 Personen gestiegen, das sind 77 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Corona-Virus SARS-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg in Hessen auf 257 Personen, das sind 11 mehr als gestern. Damit steigen die Zahlen im Land moderat und nur noch linear an. Es bleibt aber eine Gradwanderung.

Belegungsanzahl in Krankenhäusern

Mit Stand vom 20. April 2020, 11:00 Uhr, sind in den hessischen Krankenhäusern 13375 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten). Dies sind 103 Betten mehr als noch am 16. April. Die Gesamtanzahl der COVID-19 Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt bei 974 Patienten, davon sind 259 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Betten mit Beatmung konnte erneut erhöht werden und liegt jetzt bei 2221 (Bestand aller Plankrankenhäuser in Hessen). Derzeit gibt es 1912 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern.

Ambulante Versorgungsstruktur

Der Ausbau der Schwerpunktpraxen zur Behandlung von COVID-19-Patientinnen und –Patienten ist ein zentrales Vorhaben, um die COVID-19-Koordinierungszentren zu entlasten. In Hessen wurden inzwischen 52 dieser Schwerpunktpraxen etabliert, in denen mit dem Virus infizierte Patienten, aber auch potentiell infizierte Menschen behandelt werden können. Zu ihrer Unterstützung gibt es dazu noch fast 400 weitere Praxen, die infizierte Patienten versorgen, jedoch nicht als Schwerpunktpraxis angemeldet sind. Dies bestätigen auch Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, Vorstandsvorsitzender und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV).

„Die Tatsache, dass sechs von sieben Infizierten ambulant behandelt werden können, liegt unter anderem an den COVID-Schwerpunktpraxen, von denen es schon jetzt über 50 gibt. Wir werden den Bedarf genau beobachten und deren Zahl flexibel anpassen.“Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, Vorstandsvorsitzender und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung

Mit den COVID-Schwerpunktpraxen sind die Krankenhäuser weiterhin für die Behandlung schwerer Fälle freizuhalten. Sie verhindern, dass sich die übrigen Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu Virus-Hotspots entwickeln. Zusätzlich hat die KV Hessen fünf regional tätige Fahrdienste eingerichtet, die Patienten zu Hause aufsuchen können und so weitere Kapazitäten für Testungen sowie Monitoring geschaffen. Die 15 COVID-19-Koordinierungszentren (bisher Corona-Testzentren) bleiben alle weiterhin bestehen. Mit dieser Fülle an Versorgungsstellen soll die adäquate Versorgung aller Patienten gesichert werden. COVID-19-Patienten stellen auch die ambulante Versorgung vor große Herausforderungen.

„Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen.“ –  Sozial- und Integrationsminister Kai Klose

Unter dem Motto protectedtogether (gemeinsam geschützt) soll den Bürgern im Rahmen der Europäischen Impfwoche, die noch bis zum 26. April stattfindet, die Bedeutung präventiver Impfungen aufgezeigt werden. Impfstoffe und Gemeinschaftsimmunität sind von ungeheurer Bedeutung zum Schutz vulnerabler Gruppen – das aktuelle Coronavirus zeigt das nachdrücklich. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration beteiligt sich sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene intensiv an der Verbesserung der Impfsituation. (Kai Klose in Zeiten des Coronavirus Kai Klose ©2020 Omni Matryx from Pixabay / Wikipedia, Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0 bearbeitet ∆)

Viele Informationen rund um das Thema Impfen sind unter impfen.hessen.de und www.nali-impfen.de zu finden.

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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