92 Tote und 23974 infizierte Personen in Deutschland – davon 1267 infizierte Personen mit einem Plus von 101 in Hessen. Drei Todesfälle, einer davon aus Wiesbaden. Hessen beschränkt Ausgangssperre auf ein Kontaktverbot.

Die Zahlen sind und bleiben alarmierend. Bund und Länder haben sich in einer Telefonkonferenz am Sonntag auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise geeinigt. Bereits vor Beginn der Konferenz hatten die Länder Bayern und Sachsen mit einer Ausgangssperre das Leben ihrer Bürger stark  eingeschränkt. Das bleibt auch jetzt so!

Die übrigen Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen haben sich auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Sie sprechen sich damit ausdrücklich gegen das letzte Mittel der Ausgangssperre aus –. Verstöße gegen diese Verfügung sind Straftaten. Und Straftaten sind strafrelevant und werden auch verfolgt. Ministerpräsident Armin Laschet sagte nach der Telefonkonferenz, dass bei Verstößen Geldstrafen bis zu 25000 Euro möglich seien.


Die Hessische Landesregierung hat in den letzten Tagen verschiedene Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus erlassen. Alle sechs Verordnungen sowie alle  zukünftigen Verordnungen sind auf der Homepage des Landes unter www.hessen.de abrufbar.


Die beschlossenen Maßnahmen setzen in Hessen auf die bereits bestehenden Regelungen auf. Ziel ist es, die persönlichen Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

„Die Situation ist ausgesprochen ernst. Wir müssen die persönlichen Kontakte weiter minimieren, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Trotzdem müssen wir besonnen bleiben. Deshalb haben wir uns auf ein weitergehendes Kontaktverbot in der Öffentlichkeit verständigt, ohne die Menschen völlig zu isolieren.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Die Hessische Landesregierung hat die Maßnahmen noch am Sonntagabend in einer Sonderkabinettsitzung beschlossen.  Im Kern geht es um die weitere Verschärfung des bereits bestehenden Kontaktverbots im öffentlichen Raum. Auch in Hessen dürfen sich ab sofort nur noch Gruppen von maximal zwei Personen gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten. Ausnahmen sind nur dann erlaubt, wenn die Personen zu einem gemeinsamen Hausstand zählen.

Ich danke allen Bürgern, die sich bereits an die beschlossenen Maßnahmen halten und appelliere weiterhin an ihre Vernunft und ihre Rücksichtnahme.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Ausgenommen von der 2-Personen-Begrenzung in der Öffentlichkeit sind zudem Personengruppen, die geschäftlich und dienstlich notwendigerweise gemeinsam unterwegs sein müssen. Auch Busse und Bahnen sind naturgemäß von der Regelung ausgenommen. Sie können also weiter genutzt werden. Auch die Abiturprüfungen in Hessen können weiterlaufen. Dabei sind die Hygienevorschriften zu beachten.

„Mir ist bewusst, dass unser Beschluss mit weiteren Beschränkungen der persönlichen Freiheit einhergeht. Es ist jedoch in der derzeitigen Lage unabdingbar, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und Verantwortung dafür übernehmen, die Ausweitung des Virus zu verlangsamen. Die persönlichen Kontakte noch weiter einzuschränken, ist dafür das oberste Gebot.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie beispielsweise Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil hier körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

Kontaktverbot

Für Hessen gilt demnach von Montagmorgen 0:00 Uhr, dass Menschen grundsätzlich nur noch alleine aus dem Haus gehen dürften. Wer dabei Unterstützung nötig hat, dürfe von einer zweiten Person begleitet werden, sagte Volker Bouffier. Für Familien gibt es Ausnahmen, erklärte Hessens Ministerpräsident nach der Konferenz von Bund und Ländern.

Offene Geschäfte

Sind jetzt von Montag an alle Kosmetikstudios und Friseure geschlossen, gilt das nicht für Supermärkte, für Getränkemärkte, Tierbedarfsläden, Banken, Sparkassen, Poststellen, Reinigungen und Waschsalons, Tankstellen und Zeitungsverkäufe .

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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