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Ein Mann im blauen Anzug mit roter Krawatte und eine Frau in pink gemusterter Bluse und weißem Rock stehen nebeneinander in einem hellen Flur und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind Fahnen der Europäischen Union, Deutschlands und Hessens sowie Pflanzen und Bilder an den Wänden zu sehen.

Bundesbildungsministerin Prien lobt Hessen

Beim Treffen von Bundesbildungsministerin Prien und Kultusminister Schwarz in Wiesbaden steht der Austausch im Fokus. Hessen punktet mit niedriger Schulabbrecherquote und früher Förderung. Themen wie Deutschunterricht, Demokratiebildung und bundesweite Programme zeigen, wie eng Bund und Länder zusammenarbeiten.

Volker Watschounek 2 Wochen vor 0

Bundesbildungsministerin Prien trifft Schwarz in Wiesbaden. Austausch über Bildung, Deutschförderung und Schulabschlüsse.

Wenn Bundes- und Landespolitik aufeinandertreffen, geht es selten nur um Zahlen. Beim Besuch von Bundesbildungsministerin Karin Prien in Wiesbaden rückte der Austausch mit Hessens Kultusminister Armin Schwarz vor allem konkrete Erfahrungen in den Mittelpunkt. Themen wie frühe Deutschförderung, Schulabbrecherquoten und bundesweite Programme bestimmten das Gespräch.

Prien machte deutlich, wie entscheidend Bildung für gesellschaftliche Stabilität bleibt. „Bildung ist der Schlüssel zu fast allen Herausforderungen“, sagte sie und betonte die Bedeutung eines chancengerechten Zugangs. Besonders wichtig sei es, dass junge Menschen die Schule mit einem Abschluss verlassen. Genau hier sieht sie Hessen auf einem guten Weg: „Da geht Hessen mit sehr gutem Beispiel voran.“

Hessen setzt auf frühe Förderung

Tatsächlich verzeichnet Hessen trotz eines hohen Anteils an Schülern mit Migrationshintergrund eine vergleichsweise niedrige Schulabbrecherquote. Ein Grund liegt in der frühen Förderung. Programme wie verpflichtende Sprachkurse vor der Einschulung oder ausgebaute Deutschangebote greifen früh ein und begleiten Kinder kontinuierlich.

Auch in den Schulen selbst setzt das Land stärker auf Werte- und Demokratiebildung. In Deutsch-Intensivklassen etwa sind seit dem Schuljahr 2024/2025 feste Unterrichtsstunden dafür vorgesehen. Der Hintergrund ist klar: Bildung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Orientierung geben – gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen.

Gemeinsame Verantwortung für Bildung

Der Austausch zwischen Bund und Ländern gewinnt damit an Gewicht. Schwarz unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Angesichts der Herausforderungen […] ist der Austausch zwischen Bund und Ländern gerade aktuell von besonderem Wert.“ Gleichzeitig sieht er Hessen in einer Vorreiterrolle, etwa bei der Deutschförderung oder den Erfolgen bei Schulabschlüssen.

Neben landesspezifischen Maßnahmen ging es auch um bundesweite Initiativen wie das Startchancenprogramm oder den Einsatz von Daten zur Unterrichtsentwicklung. Hinzu kommen neue Impulse des Bundes, etwa Investitionen in Deradikalisierungsprojekte.

Am Ende bleibt der Eindruck eines Treffens, das weniger auf Symbolik setzte als auf konkrete Ansätze. Der Austausch zwischen Bundesbildungsministerin Prien und Hessen zeigt: Bildungspolitik entsteht dort, wo Erfahrungen geteilt und Lösungen gemeinsam weiterentwickelt werden.

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Die Internetseite des Hessischen Kultusministeriums finden Sie unter kultusministerium.hessen.de.

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