Die Maskenpflicht gilt. Die Zugangskontrollen fallen weg. Die Situation für den Einzelhandel bleibt angespannt, so das Ergebnis einer Blitzumfrage.

48 Einzelhändler haben sich an der Befragung beteiligt und ihre Einschätzungen zu den veränderten Regeln abgegeben. Das Gros der Befragten ist froh über die Lockerung, die seit dem 7. Februar gilt. Das Ende der 2G-Regel bedeute für die Mehrheit der befragten Unternehmen eine deutliche Erleichterung. Klar sei aber auch, dass die aktuelle Lage weiterhin überwiegend als sehr kritisch eingeschätzt werde. Die Frequenz in den Innenstädten und damit auch die Umsätze der meisten Einzelhändler seien deutlich zurückgefangen, so Sabine Meder, Hauptgeschäftsführerin der IHK Wiesbaden.

„Ohne eine baldige Normalisierung der Geschäftslage durch weitere Lockerungen drohen der Einzelhandel und damit unsere Innenstädte nachhaltigen Schaden zu nehmen.“ – Sabine Meder, Hauptgeschäftsführerin der IHK Wiesbaden

Nur ein Fünftel der Befragten will auf freiwilliger Basis eine 2- oder 3G-Regel aufrechterhalten. Als Gründe hierfür werden vor allem die Sicherheit der Mitarbeiter und der Kundschaft genannt – vor allem, weil der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden kann.

„Den Innenstädten fehlt es an Laufkundschaft. Dazu gehören auch Touristten. Generell kommen die Wenigsten für eine ausgiebige und ungestörte Shopping-Tour. Vielmehr muss es oft schnell gehen.“ – Sabine Meder, Hauptgeschäftsführerin der IHK Wiesbaden

Die Befragung brachte zutage, dass 90 Prozent der Einzelhändler:innen ihre derzeitige Situation als angespannt oder sehr angespannt wahrnimmt. Als Ursachen hierfür werden unter anderem deutliche Umsatzeinbußen durch fehlende Laufkundschaft sowie Probleme durch Preissteigerungen und unterbrochene Lieferketten genannt. In Bezug auf die Kundschaft, so die allgemeine Einschätzung, werde es erst dann zu einer Besserung kommen, wenn die Innenstädte wieder belebter werden, das heißt, wenn die Gastronomie wieder uneingeschränkt öffnen darf und es wieder Feiern, Events und Kulturveranstaltungen geben kann. n.

„Es müssen dringend Lockerungen her, sonst geht der Handel kaputt.“ – Teilnehmer der Befragung

In der FFP2-Maskenpflicht, die im Gegenzug zum Wegfall der 2G-Regel für den Einzelhandel gilt, sieht zwei Drittel der Befragten keine oder eine geringe bis mäßige Auswirkung. Vereinzelt berichten Händlerinnen von Unklarheiten und Erklärungsbedarf im Zusammenhang mit der FFP2-Maskenpflicht. Auch seien Hinweisschilder mit Informationen zu den geltenden Regeln in der Innenstadt nicht gut sichtbar, also zum Beispiel zu hoch aufgehängt worden.

Weitere Lockerungen gefordert. Die Corona-Maßnahmen insgesamt werden von einigen der Befragten als zu weitreichend eingeschätzt. Sie stünden nicht im Verhältnis und belasteten den Einzelhandel stark. Nach- barländer würden hier besser vorgehen, heißt es da beispielsweise.

Foto oben ©2022 Pixabay / Wiesbaden lebt! bearbeitet

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Die offizielle Internetseite der IHK-Wiesbaden finden Sie unter www.ihk-wiesbaden.de.

 

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