mattiaqua will die Eintrittspreise erhöhen. Ab 2027 wird es teurer, Online-Tickets sollen dagegen zehn Prozent günstiger sein.
Schwimmen, saunieren oder eine Runde auf dem Eis drehen: Wer die Freizeiteinrichtungen von mattiaqua nutzt, muss sich auf höhere Eintrittspreise einstellen. Der Wiesbadener Magistrat hat am Dienstag, 15. September, einer Vorlage zugestimmt, die Tariferhöhungen in zwei Schritten vorsieht. Das letzte Wort hat allerdings die Stadtverordnetenversammlung.
Erste Preisstufe kommt 2027
Nach dem Plan steigen die Eintrittspreise für Bäder, Thermen und weitere Freizeiteinrichtungen erstmals zum Stichtag am 1. Januar 2027. Eine zweite Stufe soll am 1. Januar 2029 folgen. Konkrete neue Euro-Beträge nennt der Magistrat der Stadt jedich nicht.
Eine Ausnahme bildet die Henkell-Kunsteisbahn. Dort sollen die neuen Tarife bereits mit Beginn der Wintersaison 2026/27 gelten, damit sich die Preise nicht mitten in der Saison ändern. Eine zweite Erhöhung 2029 ist nicht vorgesehen: Mit der Inbetriebnahme des Sportparks Rheinhöhe soll die Kunsteisbahn schließen. Für den neuen Sportpark will die Stadt ein eigenes Tarifmodell vorlegen.
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende begründet das gestaffelte Vorgehen mit der Belastung der Gäste. „Die Anpassung erfolgt bewusst in zwei Stufen“, sagt Mende. So solle die zusätzliche finanzielle Belastung auf zwei moderate Schritte verteilt werden. Zugleich schaffe die Festlegung bis 2029 Planungssicherheit. Größere Preissprünge auf einmal sollen damit künftig vermieden werden. Die Stadt setzt also nicht auf einen einmaligen Aufschlag, sondern auf einen über mehrere Jahre festgelegten Tarifpfad.
Kosten steigen – Tarife blieben lange stabil
mattiaqua verweist auf deutlich höhere Energie-, Personal- und Sachkosten. Der Verbraucherpreisindex sei seit 2020 um rund 18 Prozent gestiegen. Die meisten derzeitigen Eintrittspreise gehen nach Angaben der Stadt auf Anpassungen aus den Jahren 2020 und 2022 zurück. Bei der Henkell-Kunsteisbahn und dem Luft- und Sonnenbad Unter den Eichen liegt die letzte Änderung sogar mehr als zehn Jahre zurück.
Beim Lufti soll der Erwachsenentarif bereits 2027 angehoben werden und danach stabil bleiben. Für Kinder und Jugendliche ist 2029 ein weiterer Schritt geplant. Ihr Preis soll weiterhin bei rund der Hälfte des Erwachsenentarifs liegen. Damit will mattiaqua nach eigener Darstellung die familienfreundliche Preisstruktur erhalten.
Online-Tickets werden günstiger
Gleichzeitig setzt mattiaqua einen Anreiz zum digitalen Kauf: Einzeleintritte im offiziellen Onlineshop sollen künftig zehn Prozent weniger kosten als an der Kasse. Das soll Wartezeiten verkürzen. Bestehende Ermäßigungen und das Rabattsystem der mattiaquaCard bleiben nach den Plänen unverändert.
Mit den höheren Eintrittspreisen will der Bäderbetrieb einen Teil der gestiegenen Kosten auffangen und Geld für Betrieb, Wartung und Modernisierung sichern. Beschlossen ist die Tarifänderung noch nicht. Voraussichtlich am 30. September entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
Foto – Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen ©2024 Mattiaqua
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