Anton Bruckner war mit der ersten Fassung seiner Sinfonier unzufrieden. Was ihn dazu bewog, diese Fassung zu überarbeiten, erfahren wir nicht mehr. Das Hessische Staatsorchester spielt am Mittwoch im Kurhaus Wiesbaden die zweite Fassung.

In der 1890 entstandenen zweiten Fassung der Sinfonie Nr. 8 hat Bruckner aber den langsamen Satz und den Scherzo entgegen den Prinzipien der klassischen Sinfonie bewusst vertauscht. Unter der Leitung von Michael Helmrath spielt das Hessische Staatsorchester am 15. März genau diese Fassung im Kurhaus Wiesbaden.

Staatstheater Wiesbaden, kurzgefasst

Was: Konzert „Anton Bruckner Sinfonie Nr. 8“
Wann: Mittwoch, 15. März, 20:00 Uhr
Wo: Kurhaus, Friedrich-Thiersch-Saal, Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: Karten ab 9,90 Euro

Karten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter +49 611 132 325 oder auf www.staatstheater-wiesbaden.de erhältlich.

Werden Sie Zeuge des gewaltigen Werkes, Zeuge dessen, wie Dirigent Michael Helmrath, bekennender Bruckner-Verehrer, in der 8. Sinfonie „die Krone der sinfonischen Schöpfung“ erreicht. 2003 bis 2015 war er Generalmusikdirektor der Brandenburger Symphoniker, ab 2016 ist er Generalmusikdirektor am Theater Nordhausen.

Die Musik Bruckners

Bruckner gehört zu den großen Sinfonikern nach Beethoven. Die Sinfonie Nr. 8 ist sein letztes vollendetes Werk dieser Gattung. Der äußerst selbstkritische Komponist hatte sich von verhaltenen Rückmeldungen verunsichern lassen und verbrachte die Jahre ab 1887 mit Umarbeitungen. Bruckner schöpft aus der vollen Ausdruckspalette: Dem ersten Satz gab er einen gespenstischen Schluss im Pianissimo. An zweiter Stelle erklingt – nach dem Vorbild Beethovens – ein pulsierendes Scherzo mit einem transparenten Trio als Kontrast.

Auf das ausdrucksstarke, kantable Adagio folgt ein majestätisches Finale mit gewichtigen Bläsereinsätzen. Dazu passt der Widmungsträger der Sinfonie Nr. 8, der österreichische Kaiser Franz Joseph, dem Bruckner persönlich eine Partitur überreichte.

Helmrath in Wiesbaden

In Wiesbaden ist Michael Helmrath kein Unbekannter. Im Kurhaus und Staatstheater konnte er bereits im vergangenem Jahr überzeugen und ihn mit „Hoffmanns Erzählungen“ und „Hänsel und Gretel“ bereits zweimal  erleben. In dieser Spielzeit übernimmt er hier die Musikalische Leitung der Neuinszenierung von „Die Fledermaus“.

Zur Person Michel Helmrath

Michael Helmrath begann nach dem Studium der Fächer Oboe und Dirigieren an der Kölner Musikhochschule zunächst eine Karriere als Oboist. AlsSolo-Oboist ging er zu den Münchner Philharmonikern und zu Sergiu Celibidache. Celibidache erkannte seine Fähigkeiten als Dirigent. Der Oboist gründete das Philharmonische Kammerorchester München und wirkte in der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein-Musikfestivals als Assistent von Dirigenten wie Sergiu Celibidache oder Leonard Bernstein.

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