Vorhandene Judenfeindlichkeit überparteilich eindämmem. Position beziehen für ein Miteinander ohne Judenhass. Sich im täglichen Einaatz gemeinsam stark machen – gegen Antisemitismus kämpfen.

Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker, wurde in Anerkennung seines besonderen Engagements gegen Judenfeindlichkeit kürzlich in den Beirat der internationalen Combat Antisemitism Bewegung (CAM) aufgenommen. Die Bewegung zur Bekämpfung des Antisemitismus ist eine überparteiliche, globale Basisbewegung von Einzelpersonen und Organisationen aller Religionen und Glaubensrichtungen, die sich zur Bekämpfung des Antisemitismus zusammengeschlossen haben.

„Den Kampf gegen den Antisemitismus kann man nicht alleine lokal, regional oder national führen, dafür ist der Judenhass in unserer vernetzten Welt leider zu weit verbreitet und in zu vielen Köpfen verfestigt. Antisemitismus ist ein globales Gift und findet seinen Weg durch die sozialen Netze von Land zu Land.“ – Uwe Becker

Um eine weitere Ausbreitung den Antisemitismus zu verhindern braucht es gemeinsame Anstrengungen von möglichst vieler Menschen und Organisationen weltweit. Ziel muss es sein, die vorhandene Judenfeindlichkeit einzudämmen und neue Strategien und Maßnahmen gegen den Judenhass zu entwickeln. Genau dafür steht die Bewegung Combat Antisemitism und ich freue mich, dem hochkarätig besetzten Beirat nun anzugehören und mein Wissen und meine Ideen dort einbringen zu können, so Becker weiter

„Jeder kann in seinem persönlichen Umfeld die Stimme erheben, wenn judenfeindliche Aussagen fallen.“ – Uwe Becker

Weitere Mitglieder des Beirats sind unter anderem der frühere US-Senator der Demokratischen Partei, Joseph Lieberman, der ehemalige Vorsitzende der Arbeitspartei in Israel, Isaac Herzog, die Wissenschaftlerin Prof. Ruth Wisse und der Menschenrechtsaktivist und Politiker Natan Scharanski. Jedes Unternehmen könne in den eigenen Leitlinien Maßnahmen gegen Antisemitismus festschreiben und in der Praxis auch leben. Jeder Verein habe die Möglichkeit, Position für ein Miteinander ohne Judenhass zu beziehen. An zu vielen Stellen herrsche jedoch noch der Konjunktiv. Antisemitismus können wir nicht mit dem Konjunktiv bekämpfen, sondern nur gemeinsam im täglichen Einsatz. Und je besser wir dieses Engagement bündeln, umso erfolgreicher können wir sein, so Becker abschließend.

Zur Person Uwe Becker

Uwe Becker arbeitete nach seiner Lehre zum Bankkaufmann als Personalreferent einer Frankfurter Sparkasse. Der frühere Stadtverordnete wechselte 2006 als Stadtrat für Soziales, Jugend und Sport in die hauptamtliche Politik Frankfurts. Seit 2007 ist der verheiratete Vater von Zwillingen Stadtkämmerer sowie seit 2016 Bürgermeister und Kirchendezernent. Der Präsident des Hessischen Städtetages engagiert sich zudem als Präsident der Freunde der Universität Tel Aviv in Deutschland und als Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt und trat unter anderem mit zahlreichen Initiativen wie Gemeinsam in Frankfurt am Main – Für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus gegen Judenfeindlichkeit ein.

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Offizielle bundesweite Initiative gegen Antisemitismus www.stopantisemitismus.de.

 

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