Der Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Schläferskopf ist das Pendant zum Kellerskopf – seit gut einem Jahr ist die Gastronomie jedoch geschlossen.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden öffnet gemeinsam mit dem Rhein-Taunus-Klub am Sonntag von 13 bis 16 Uhr den Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Schläferskopf. Besucher können die wunderschöne Aussicht über Wiesbaden und den Rhein bis hin zum Feldberg genießen.

Kaiser-Wilhelm-Turm, kurz gefasst

Besichtigung – er thront auf dem Schäferskopf
Wann: 21. Oktober, 13:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Schläferskopf, 65199 Wiesbaden

Außerdem informiert der Rhein-Taunus-Klub über die Geschichte des, nach dem Jagdschloss Platte, zweithöchsten Kulturdenkmals der Stadt Wiesbaden. Auch über die von der Stadt am Turm durchgeführten Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahre erfahren die Besucher Wissenswertes. Und wer weiß, vielleicht wird auch das Geheimnis, wie es weiter geht, offenbart.

Kaiser-Wilhelm-Turm

Bereits 1883 wurde auf dem Schläferskopf ein hölzerner Aussichtsturm errichtet, der wegen Baufälligkeit im Jahre 1900 abgetragen wurde. Bei dem heutigen, insgesamt rund 30 Meter hohen Turm, der aus Taunusquarzit und Basaltlava gebaut wurde, handelt es sich um den Nachfolgerbau. Er entstand in den Jahren 1905/1906 auf Betreiben des damals sehr aktiven Wiesbadener Verschönerungsvereins. Nach den Plänen des Architekten Euler wurde ein pittoresker Rundturm errichtet, der mit seinem auf der Aussichtsplattform aufsitzenden Warttürmchen einem mittelalterlichen Wachturm oder auch Bergfried nachempfunden ist.

Gegenläufige Spiralen

Der Turm ist – zusammen mit dem angrenzenden Kaisersaal – ein wesentlicher Baustein im Rahmen des systematischen Ausbaus der Wiesbadener Kur-Landschaft, der vor allem durch die Bürger der Stadt selbst vorangetrieben wurde. Gestaltung, Namensgebung und Inschrift sind zugleich politische Manifeste mit überregionalem Anspruch. Architekturgeschichtlich bemerkenswert ist vor allem die Treppenanlage mit zwei gegenläufig gesetzten Spiralen, die oben und unten zu separaten Ein – oder Ausgängen führen und einen getrennten Auf – oder Abstieg ermöglichen.

Kaiser-Wilhelm-Turm

Aktuell ist die Gastronomie auf dem Schläferskopf geschlossen. Das sich das ändern muss, sehen nicht nur die nach Wasser und Gerstensaft lechzenden Biker so. Immer wieder standen und stehen Wanderer vor verschlossenen Türen. Das wird sich 2019 ändern. Nachdem Wiesbadens Ausflugsziel bei Klarenthal über rechtliche Instanzen in Besitz der Landeshauptstadt übergegangen ist, sucht Wiesbaden einen Pächter. Einzige Bedingung: der Kaiser-Wilhelm-Turm muss wieder dauerhaft begehbar gemacht werden.

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