Nach dem verregneten und kühlen Wochenende gibt es erfreuliche Nachrichten: Der Sommer kehrt als Altweibersommer zurück und in Wiesbaden wird es noch einmal freundlich.

Bereits am Montag war es angenehm und so geht es weiter. Mitte September ist nur ein Hauch von Herbst zu spüren und Meteorologe Matthias Habel, weiß: Am Dienstag und Mittwoch gibt es regional schon einen Vorgeschmack auf den Altweibersommer. Die Temperaturen klettern bis zur Wochenmitte verbreitet über die 20-Grad-Marke. Am Oberrhein sind sogar sommerliche 25 Grad drin. Dazu scheint die Sonne immer wieder längere Zeit. Örtlich kann es aber in Nordhessen auch hartnäckige Wolken- und Nebelfelder geben. Zum Wochenende wird es dann noch einmal kühler, aber dann unternimmt der Altweibersommer seinen nächsten Anlauf

Altweibersommer

Grundsätzlich wird mit dem Begriff Altweibersommer eine Periode sonniger und warmer Tage nach den eigentlichen Sommermonaten bezeichnet. Das schöne Wetter weckt Erinnerungen an den vergangenen Sommer und kann bei empfindsamen Menschen melancholische Gedanken hervorrufen. Für Menschen, die Angst vor Spinnen haben, ist der Altweibersommer hingegen eine Herausforderung, denn in dieser Zeit scheint die Anzahl der Spinnen und der von Ihnen gebauten Netze zuzunehmen. Dies ist aber de facto nicht so. Die Spinnen sind nach dem Sommer ausgewachsene Tiere und einfach besser zu sehen. Da die Nächte nach den relativ warmen Tagen schon sehr kühl werden, bildet sich Tau. Dieser haftet auch an den Bauwerken der Spinnen, die dadurch vermehrt sichtbar werden. Das gilt auch für die Gespinste der winzigen, nur wenige Millimeter großen Baldachinspinne. Im Gegensatz zu anderen Spinnen benutzen sie auch als ausgewachsene Tiere ihre Fäden, um sich durch die Luft treiben zu lassen und dabei Wind und Thermik nutzen. Auf ihrem Flug hinterlassen sie überall auffällige Fäden.

Witwensommer

Dieses Phänomen scheint das Hauptmotiv des Namens Altweibersommer zu sein, der regional auch unter anderem Begriffen bekannt ist. Einer dieser Begriffe ist der Witwensommer, der möglicherweise einen schon etwas in die Jahre gekommenen Sommer bezeichnet. Dies passt auch zu der in Bayern bekannten Bezeichnung Ähndlsommer, was sich als Ahnensommer oder Großvatersommer übersetzen lässt.

Manche Sprachwissenschaftler nehmen an, dass der zweite Frühling älterer Menschen hinter dem Begriff steckt, der aber zur falschen Zeit kommt und nur kurz dauert. Möglicherweise stammt der Wortteil weiber vom althochdeutschen Wort weibon, das so viel wie umhertreiben bzw. sich hin und her bewegen bedeutet.

Sprachwissenschaft

Vieles zu dem Begriff Altweibersommer ist letztlich sprachwissenschaftlich unklar. Schön die Gebrüder Grimm, die die Herkunft vieler Wörter der deutschen Sprache intensiv erforscht haben und das Wörterbuch der Deutschen Sprache verfassten, kamen zu dem Schluss, dass die Wortherkunft unklar ist.  Und so ist es auch bis heute geblieben, denn der Sprachwissenschaft gelang es nicht, den Begriff Altweibersommer eindeutig zu erklären. So kann also jeder die Erklärung für richtig halten, die ihm am besten gefällt.

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Wer den Altweibersommer nicht verpassen möchte, kann sich auf www.wetteronline.de über das aktuelle und kommende Wetter informieren.

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