Die Ess-Kastanie ist Baum des Jahres 2018. Wo sie wächst, überrascht er mit kulinarischer wie praktischer Vielseitigkeit.

Am Tag des Baumes werden Kinder der vierten Klasse der Freien Christlichen Schule in Wiesbaden zusammen mit Wiesbadens Umweltdezernent Andreas Kowol an der Ecke Holländische Straße/Ecke Kuckucksweg in Kohlheck kleine Ess-Kastanien pflanzen – und so demBaum des Jahres 2018 gebührend Raum und Platz geben.

Die Kastanie, kurz gefasst

Kastanie, ihr lateinischer Name ist: Castanea. Auf der Welt sind etwa  20 Kastanienarten bekannt. Sie wächst in Nordamerika, Europa und Asien – und trägt im Sommer zum Herbst kugelige, stachelige, im Durchmesser etwa 5 cm große Früchte, die beim Aufplatzen rot-braune Kastanie frei geben. Die Kastanie blüht von Mai bis Juni, wird zwischen 20-25 Meter hoch und kann bis zu 200 Jahre alt werden.

Wiesbaden ist bekannt für sein grünes Stadtbild. Es wird durch die vielen Alleen, Parks und nicht zuletzt durch seinen Stadtwald geprägt, der Wald, der sich an den grün bewaldeten Hängen des Taunus im direkten Anschluss an die Stadt erhebt.

Die Linde war der Baum des Jahres 2016. Am Klellerskopf renaturieren Schüler der Kellerskopfschule gerodete Flächen. ©2016 Volker Watschounek

Die Linde war der Baum des Jahres 2016. Am Klellerskopf renaturieren Schüler der Kellerskopfschule gerodete Flächen. ©2016 Volker Watschounek

Der Wald und der Baumbestand der Innenstadt sind ein herausragender Standortfaktor für Wiesbaden, der eine ganz besondere Atmosphäre schafft und seinesgleichen sucht. Der Wald dient im Besonderen der Erholung und erfüllt eine Vielzahl von Schutzfunktionen. Auch liefert er Rohstoffe und erneuerbare Energieträger, die in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit unerreicht sind.

Tag des Baumes

Der erste Tag des Baumes war noch ganz durch die Nachkriegssituation geprägt und reicht bis ins Jahr 1952 zurück. Seinerzeit begründete Dr. Robert Lehr, der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zusammen mit dem ersten Bundespräsidenten, Professor Dr. Theodor Heuss, diesen Ehrentag für den Baum – womit er sich gegen die Übernutzung der Wälder aussprach. Während des Krieges und durch den sogenannten Reparationshieb der Alliierten fand auf zehn Prozent der deutschen Waldfläche ein Kahlschlag statt.

Rückbesinnung auf die Nachhaltigkeit

In den ersten Nachkriegsjahren wurde mehr Holz eingeschlagen, als nachwachsen konnte. Anfang der 50er Jahre bestand noch immer eine Kohlekrise. Die zugeteilte Menge von Kohle je Jahr und Haushalt reichten nicht aus, so dass verstärkt Brennholz eingeschlagen wurde. Der Tag des Baumes 1952 diente der Rückbesinnung auf die Nachhaltigkeit – einem Prinzip, das seit 150 Jahren das Handeln der Forstwirtschaft geprägt hatte.

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